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Kaiser Buchhaltungen GmbH, Winterthur

Newsletter 33 / 2012

Pflegefall in der Familie: ist das Unternehmen vorbereitet?

 
Zur Geburt des Kindes bekommen Mitarbeiter Blumen und Spielzeug vom Unternehmen. Wenn aber zu Hause ein krankes Elternteil zu pflegen ist, erfährt der Betrieb erst davon, wenn die Last schon zu gross geworden ist. Hier ist es sinnvoll, gegenzusteuern und im Interesse der Bin­dung wertvoller Mitarbeiter früh­zeitig Angebote zu machen.

So sollten Mitarbeitende die Gelegenheit haben, das Tabuthema angstfrei im Unternehmen an­zu­sprechen. Die Personalabteilung sollte signalisieren, dass sie Ansprechpartner ist. 

Zusätzlich hilft es, wenn betroffenen Mitarbeitern gezeigt wird, dass das Ar­beits­verhältnis gerne weitergeführt wird und das Unternehmen bereit ist, die nötigen Anpassungen vor­zu­neh­men, z.B. Teilzeitarbeit, Sabbatical usw. So werden wert­volle Mitarbeiter an das Unternehmen ge­bunden.

Wenn nämlich von Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Rede ist, wird damit zukünftig auch die Fürsorge für Ältere gemeint sein – und nicht nur die Kinder­er­ziehung. 

Was Pflegefälle für das Unternehmen bedeuten:

  • Fronten wechseln: Mitarbeiter werden sich zukünftig weitaus häufiger um pflegebedürftige Eltern kümmern als um Kinder
  • Intensivbetreuung: ist nicht, wie bei einem Kleinkind, nur die ersten ein bis zwei Jahre erforderlich. Bei pflegebedürftigen Angehörigen sind es Zeiten von fünf bis acht Jahren.
  • Ein Mitarbeiter, der heute noch frei agieren konnte, kann schon morgen einen Pflegefall zu Hause haben. Schlaganfälle und andere Ereignisse dieses Typs kommen ohne Vorwarnung.

Betroffene sind meistens die wichtigsten Mitarbeiter: Erfahrene im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Es lohnt sich die Mühe, hier zu investieren.