

Zur Geburt des Kindes bekommen Mitarbeiter Blumen und Spielzeug vom Unternehmen. Wenn aber zu Hause ein krankes Elternteil zu pflegen ist, erfährt der Betrieb erst davon, wenn die Last schon zu gross geworden ist. Hier ist es sinnvoll, gegenzusteuern und im Interesse der Bindung wertvoller Mitarbeiter frühzeitig Angebote zu machen.
So sollten Mitarbeitende die Gelegenheit haben, das Tabuthema angstfrei im Unternehmen anzusprechen. Die Personalabteilung sollte signalisieren, dass sie Ansprechpartner ist.
Zusätzlich hilft es, wenn betroffenen Mitarbeitern gezeigt wird, dass das Arbeitsverhältnis gerne weitergeführt wird und das Unternehmen bereit ist, die nötigen Anpassungen vorzunehmen, z.B. Teilzeitarbeit, Sabbatical usw. So werden wertvolle Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden.
Wenn nämlich von Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Rede ist, wird damit zukünftig auch die Fürsorge für Ältere gemeint sein – und nicht nur die Kindererziehung.
Was Pflegefälle für das Unternehmen bedeuten:
Betroffene sind meistens die wichtigsten Mitarbeiter: Erfahrene im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Es lohnt sich die Mühe, hier zu investieren.